Handelskammer Bozen im Interview: Online-Marktplatz für Südtirol

Handelskammer im Interview - Online-Marktplatz für Südtirol

Handelskammer Bozen im Interview mit WIKU: Ein Online-Marktplatz für Südtirol?

Wir staunten nicht schlecht, als wir das aktuelle WIKU-Magazin durchblätterten (Nr. 44 – 2020). Auf der Seite 16 schlug uns die Überschrift „Ein Online-Marktplatz für Südtirol?“ entgegen. Würde man nur ein Wort austauschen, könnte man „Der Online-Marktplatz für Südtirol!“ lese – und damit könnte man meinen der Artikel handle von Dai-Dai – der Marktplatz von Südtirol.

Dai-Dai wurde zwar im Artikel nicht namentlich erwähnt, dafür aber praktisch genau die Idee, welche wir mit Dai-Dai verfolgen – eben einen umfangreichen Online-Marktplatz für Südtirol zu schaffen.

Die Zukunft des Online-Handels

Im Artikel wurde Wifo-Chef der Handelskammer Bozen Herr Georg Lun interviewt. Lun weist auf die Umsatzzuwächse des Online-Handels hin, während der stationäre Handl Rückgänge verzeichnet. Die Vorteile des eCommerces liegen für ihn klar auf der Hand und auch wenn der stationäre Handel nicht aussterben wird, sorgt Corona dafür, dass sich die Gewohnheit verstärkt in Richtung Online-Shopping verlagern werden.

Für Lun ist es unbedingt notwendig, dass Betriebe ihre Online-Sichtbarkeit erhöhen. Für Ortskerne sieht er es notwendig ein Einkaufserlebnis zu schaffen, welches Konsumenten anlockt und nicht nur eine Anreihung von Geschäften mit den selben Produkten, die man identisch im Internet findet.

Ein Online-Marktplatz für Südtirol?

Angesprochen darauf, wie sinnvoll er es halte, dass Betriebe, oft bedingt aus der Corona-Krise, ihren eigenen Online-Shop eröffnen, antwortet Lun vorsichtig: „Das hängt natürlich stark vom Einzelfall ab. Jedoch bin ich der Meinung, dass ein kleiner Betrieb nicht allzugroße Hoffnungen in einen Online-Shop setzen sollte, es sei denn, er bietet ein Produkt an, das sonst keiner hat. Vielmehr wäre es wünschenswert, eine Art Südtiroler Online-Marktplatz zu schaffen.“

Er stellt sich darunter eine einheitliche Plattform nach Vorbild der großen Handelsplattform vor. Über diese findet der Konsument seine gewünschten Produkte. Der große Vorteil liegt für ihn auf der Hand: „Ein Konsument kommt vom Produkt zum Anbieter und muss nicht zuerst den Anbieter kennen, um das Produkt seiner Wahl zu finden. Letzteres ist einfach viel zu umständlich und kann man ehrlich gesagt auch von keinem Konsumenten erwarten. Es geht also um Öffnung, Zusammenarbeit und Synergien.“

Er sieht auf einer solchen Plattform nicht nur Platz für Händler, sondern auch die Möglichkeit Gastronomie, Lieferdienste, Handwerk und Tourismus zu integrieren. „Die Idee ist, Südtirol und seine Angebote auf einem großen Online-Marktplatz abzubilden. Ich bin überzeugt davon, dass die Südtiroler Konsumenten lieber auf ein lokales Angebot zurückgreifen würden. Das Bewusstsein dafür ist da, denke ich“, so Lun.

Lun hebt auch die immense Wichtigkeit der regionalen Kreisläufe hervor, aus wirtschaftlicher aber auch aus sozialer Sicht. Bei Einkäufen von internationalen Konzernen fliest Kaufkraft ins Ausland mit großen steuerlichen Vorteilen ab, aber es geht auch um die Sicherheit der Arbeitsplätze. Konsumenten können dahingehend nicht bevormundet werden, allerdings ist es wichtig ein Bewusstsein dafür zu schaffen.

Unser Gespräch mit Herrn Lun

Wir haben Herrn Lun mitgeteilt, dass wir mit großen Interesse genau über die Idee gelesen haben, welche wir mit Dai-Dai verfolgen. Er hingegen zeigte sich überrascht, dass es genau ein solches Konzept bereits gibt und jetzt bereit ist online zu gehen. Der Austausch mit ihm war sehr interessant und vielversprechend.

Zum Beispiel stellen wir uns, gleich wie er, eine offene Plattform vor – wenn jemand einen Lieferdienst über Dai-Dai anbieten möchte, ist dies bereits möglich. Wenn jemand seine Produkte für den Sofa-Shopper anbieten möchte, aber nur eine Abholung vor Ort anbietet, dann ist auch das möglich. Dienstleistungs- und Tourismusbetriebe können Gutscheine anbieten, welche jetzt automatisiert generiert und abgewickelt werden. Für Herrn Lun als auch für uns bietet sich Südtirol und seine Produkt-Vielfalt hervorragend für so eine Plattform an.

Wir können seine Aussagen im Interview in jederlei Hinsicht nur so unterschreiben. Die Erstellung eines Online-Shops ist eine Sache, diesen erfolgreich und gewinnbringend zu betreiben eine ganz andere. Auch dem genannten Vorteil von Plattformen gegenüber Konsumenten ist nichts mehr hinzuzufügen: Der Konsument ist mit den unzähligen Angeboten im Internet einfach hoffnungslos überfordet – und das absolut verständlicherweise. Der einzelne Online-Shop geht im Internet verloren und daher spielen Plattformen wie Amazon, Booking usw. jene Rolle, welche sie eben spielen.

Ein Amazon für Südtirol?

Wir hatten schon seit Längerem die Idee eines regionalen Marktplatzes für Südtirol im Kopf herumschwirren – wie dies genau aussehen sollte war uns allerdings nicht unbedingt klar. Einfach nur ein Produktkatalog mit der Übersicht, wo was zu kaufen ist? Oder doch im Stile von Amazon wo die gesamte Bestellung über die Plattform abgewickelt wird?

Mit dem ersten Lockdown von Corona haben wir uns von heute auf morgen und Hals über Kopf in diese Initiative gestürzt. Anfangs als rein kostenlose Möglichkeit für Betriebe in wenigen Klicks ihren eigenen Online-Shop zu erhalten, wo sich Nutzer eine Übersicht der regionalen Betriebe machen können.

Mittlerweile ist daraus genau das geworden, was Herr Lun im Interview beschreibt: Anstelle der einzelnen Betriebe stehen die Produkte im Vordergrund. In einem einheitlichen Suchfeld gelangen sie zu ihrem gewünschten Produkt. Betriebe können physische Produkte, Lieferdienste oder auch Gutscheine für Dienstleistungen anbieten.

Auch wenn uns die Beschreibung als „das Amazon für Südtirol“ nicht unbedingt gefällt, da wir ja ausgerechnet eine regionale Alternative zu den internationalen Konzernen bieten möchten, können wir damit dennoch gut leben, wenn die Betonung auf „für Südtirol“ liegt. Es ist nämlich kein einfacher Produktkatalog, sondern der gesamte Bestellprozess lässt sich über die Plattform abwickeln, wodurch dem Nutzer eine sehr einfaches und einheitliches Einkaufserlebnis geboten wird. Die Bezahlungen erfolgen weiterhin direkt an die Verkäufer, welche ihren Shop auf Dai-Dai für ihre Zwecke anpassen können.

Seite Neuestem gibt es auf Dai-Dai auch ein Belohnungssystem, wodurch wir unsere Nutzer dafür belohnen, dass sie ihre Kaufkraft im Land lassen und nicht an internationale Konzerne in Steuerparadiese im Ausland abgeben – mit unseren Dai-Dai Reward Punkten:

Belohnung für das regionale Einkaufen

Georg Lun sagt, dass Konsumenten nicht bevormundet werden können, ihre Einkäufe regional zu machen. Da geben wir ihm vollkommen Recht! Regionalität ist bei der Kaufentscheidung nur ein Entscheidungsfaktor von vielen.

Aber wir möchten die Konsumenten dafür belohnen die regionalen Einkäufe regional zu tätigen. Und dafür gibt es seit Neuestem die Dai-Dai Reward Punkte: Damit erhalten unsere Nutzer Belohnungspunkte, die sie für Rabatte auf Dai-Dai einlösen können. Zum Beispiel gibt es für jeden Einkauf großzügige 5% Cash-Back Punkte oder Punkte für eine Produktbewertung. Wir werden uns auch verschiedene Aktionen überlegen, sodass Nutzer die Möglichkeit haben schon vor den ersten Einkauf Belohnungspunkte zu erhalten, z.B. indem sie sich bei unserem Newsletter anmelden.

Damit möchten wir einen Anreiz schaffen auch den nächsten Einkauf regional zu tätigen. Nicht nur, weil es sich gut fühlt, den lokalen Handel zu unterstützten, sondern auch weil es hilft die eigene Geldbörse zu schonen.

Schau vorbei auf unserem Online-Marktplatz für Südtirol. Gerne kannst du dich auch bewerben deine Produkte auf Dai-Dai zu verkaufen.

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